
LEBENSLAUFSKIZZE
Am 29.06.1945, dem Peter- und Paultag, wurde ich im Allgemeinen Krankenhaus in Linz geboren.
Meine Vornamen: Helmut, Alois, Gustav
Mein Künstlername: Salvatore (1968-1980)
Mein Glaubensbekenntnis: römisch-katholisch
Meine Eltern:
Christine Kepplinger, Schneidermeisterin (geboren 1915) und
Gustav Kepplinger, Schaffner (geboren 1914)
Meine Geschwister: Brigitte (1941), Elvira (1943), Berthold (1946) und Wolfgang (1956)
1945-1956 wohnte ich im Haus der Großeltern auf dem Pöstlingberg in Linz. (Pöstlingberg 83, Hohenstrasse 197)
1952-1953 Durch eine Beeinträchtigung beim Sprechen erhielt ich Sprecherziehung bei der Opernsängerin und Sprachpädagogin Prof. Jentschke. Sie meinte immer: „Der Helmut ist ein ungeschliffener Diamant!“
1951-1956 Pöstlingbergschule in Linz
1957-1961 Weberschule in Linz
1961 Erste Arbeitsstelle bei der Firma Ruttensdorfer als Vulkaniseur, erste epileptische Anfälle traten auf. Nach 8 Monaten erfolgte die Kündigung wegen Verletzungsgefahr.
1962-1964 Es folgten weitere Arbeitsstellen: Bei der Firma Böhm war ich Tapeziererlehrling. Später – am Ende der Lehrzeit – kam ich in die Reinigungsfirma Reif. Weiters arbeitete ich bei Jugend am Werk, einer Fliesenfirma, der Plachen- u. Zeltfirma Endt und der Gartenfirma Weigelia. Schließlich war ich arbeitslos.
Durch meine Depressionen und meine Epilepsie kam es immer wieder zu Selbstmordversuchen und in weiterer Folge zur Einlieferung ins Krankenhaus.
1964-1980 arbeitete ich im Gartenamt am Magistrat Linz.
1966 unterbrach ich für acht Monate meine Tätigkeit, um mich als Hilfskrankenpfleger im Haus der Barmherzigkeit zu betätigen.
1982-1984 war ich als Hilfsarbeiter beim Amt der Landesregierung angestellt. Zuerst in der Malerwerkstatt, später im Kinderspital als Gärtner und Heizer.
Seit 1986 bin ich in Pension.
1988/1989 wurden meine Epilepsieanfälle schwächer.
1990-1993 war die Zeit meiner „Erleuchtung“.
Es kam zu einer drastischen Veränderung in meinem Leben: Einerseits durch die Heilung meiner Epilepsie und andererseits in meiner persönlichen Entwicklung im Umgang mit meinen Mitmenschen und in meinen religiösen und weltlichen Wertmaßstäben.
Seit 2000 kann ich mich über eine Verbesserung meiner Wohnqualität freuen, denn ich zog in eine
kleine Wohnung mit Werkstattversuch.
Nach einem leichten Schlaganfall folgte ein Aufenthalt in der Klinik im Jesuitenschlössl in Passau.
Helmut Kepplinger lebte und arbeitete als Künstler in Linz.